Herz-MRT

Nutzen Sie modernes & nicht invasives Verfahren

Die Kernspintomografie (MRT) des Herzen (Kardio MRT) zählt zu den modernsten nicht-invasiven Verfahren. Mittels leistungsstarken Kernspintomographen kann das Herz umfassend dargestellt und eine Aussage getroffen werden.

Das Team

Team Herz (Kardio) MRT Flyer Herz (Kardio) MRT

Um einen hohen Qualitätsstandard in der anspruchvollen Anwendung zu sichern, hat die AG Herz- und Gefäßdiagnostik der Deutschen Röntgengesellschaft ein strukturiertes Zusatzqualifizierungsprogramm für die kardiale CT und die kardiale MRT etabliert. Am 24.02.16 hat Frau Dr. Paersch das Zertifikat der Q1 Stufe für das kardiale MRT erhalten. Am 07.08.2020 hat Frau Dr. Paersch das Zertifikat der Q2 Stufe über die Zusatzqualifikation Kardiovaskuläre Radiologie (Q2 Herz-MRT) erhalten.

Die Ärzte und das Team Kernspin haben bereits mehrfach Fortbildungen zu diesem Thema besucht. In Berlin konnte Frau Dr. Paersch erfolgreich den Kompaktkurs an der cmr-academy.com absolvieren. Schwerpunkte sind dabei:

  • Physikalische Grundlagen
  • Grundlagen der Herzphysiologie und Pathophysiologie
  • Anatomie des Herzens
  • Links- und rechtsventrikuläre Funktion
  • Dobutamin-Stress-CMR
  • Perfusionsmessungen
  • Infarktdiagnostik
  • Koronararterien-Abbildungen
  • Darstellung der thorakalen und peripheren Gefäße
  • Untersuchungen am Patienten mit Dobutamin Stress CMR,Perfusionsmessungen und Infarktdarstellung
  • Falldemonstrationen

Die Kosten

Diese Untersuchung ist eine so genannte Individuelle Gesundheitsleistung – kurz IGe-Leistung. Das sind ärztliche Leistungen, die nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gehören und durch Patienten privat bezahlt werden müssen. Wir informieren Sie umfassend über die anfallenden Kosten ~ gerne erstellen wir Ihnen einen individuellen Kostenübernahmenantrag für die Krankenkasse. Wir beraten Sie!

Schonender Blick ins Herz – Herz-MRT kann oftmals Herzkatheteruntersuchung ersetzen

Bis vor kurzem war es insbesondere in Deutschland üblich, bei dem Verdacht einer Durchblutungsstörung des Herzens eine Herzkatheteruntersuchung durchzuführen, mit der Möglichkeit eines Stents oder einer Aufdehnung der Enge mit einem Ballon. Allerdings konnte bei etwa der Hälfte der Patienten keine Engstelle nachgewiesen werden, sodass die Patienten einem unnötigen Risiko ausgesetzt waren. Die Zahlen in Deutschland zeigen: Fast 900.000 Patienten wurden 2016 mit Herzkatheter untersucht – davon 52 % ohne Befund. Im August 2019 wurde von der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie ( ESC ) eine neue Leitlinie veröffentlicht, die dieses Vorgehen ändert: Erst wenn die Wahrscheinlichkeit anhand klinischer Merkmale wie Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen für eine Durchblutungsstörung sehr hoch ist (Vortestwahrscheinlichkeit), wird eine Herzkatheteruntersuchung empfohlen. Für den zunehmenden Anteil von Patienten bei denen eine Durchblutungsstörung unwahrscheinlich ist wird die nicht invasive MRT-Koronarangiographie oder CT-Koronarangiographie angeraten. Die Herzfunktion, die Herzklappentätigkeit, die Durchblutung der Herzkranzgefäße sowie die Struktur der Herzmuskulatur werden mithilfe der MRT exakt erfasst und somit lässt sich oft eine Herzkatheteruntersuchung vermeiden. Das MRT erlaubt einen umfassenden Einblick in die Funktion und den Aufbau des Herzens, ohne dabei den Körper mit Röntgenstrahlung zu belasten. Auch bei einer vorhandenen Jodallergie kann die Herz-MRT eine gute Alternative zum Herz-CT oder der Herzkatheteruntersuchung sein.

Ablauf der Untersuchung

Bei vielen Fragestellungen kann die Kernspintomographie zum Einsatz kommen:
  • Veränderungen der Herzklappen (Herzklappeninsuffizienz),
  • Erkrankungen des Herzmuskels (z.B. Myocarditis),
  • stattgehabte Infarkte auch stumme Infarkte (Ausdehnung des Narbengewebes) und
  • KHK (coronare Herzkrankheit) – Durchblutungsstörung des Herzens durch Verengung der Herzkranzgefäße.

Um eine Durchblutungsstörung des Herzen festzustellen, muss man den Patienten in einen belastungsartigen Zustand versetzen. Da es aus technischen Gründen nicht möglich ist, den Patienten Fahrrad fahren zu lassen, wird während der Untersuchung ein Stressmedikament (Adenosin) für max. 3 Minuten gespritzt, welches einen ähnlichen Zustand erzeugt und auch die Gefäße erweitert. Dabei wird der Patient ständig durch das Personal betreut und EKG, Puls sowie Blutdruck überwacht.

Die Durchblutung des Herzens wird in diesem Moment mit einem Kontrastmittel sichtbar gemacht, auch Perfusionsmessung genannt.

Team Herz (Kardio) MRT Flyer Herz (Kardio) MRT

Außerdem ist eine Kontrastmittelgabe notwendig, um ein eventuell vorhandenes Narbengewebe (z.B. durch stummen Infarkt) in Lage und Ausdehnung sichtbar zu machen, auch so genannte Late-Enhancement Technik genannt. Diese Technik ist derzeit die beste Methode zur Darstellung von Narbengewebe.

Team Herz (Kardio) MRT Flyer Herz (Kardio) MRT

Ein komplettes MRT des Herzens setzt sich aus anatomischen Bildern (Herzklappenfunktion, Herzmuskeltätigkeit), Durchblutungsaufnahmen (Perfusionsbilder) und Kontrastmittelspätaufnahmen (Late-Enhancement Bilder) zusammen. In der Regel dauert diese Untersuchung ca. 40-60 Minuten je nach Fragestellung der Ärzte. Der Patient muss am Tag der Untersuchung nicht nüchtern sein, darf allerdings bestimmte Medikamente nicht nehmen und muss auf Tee, Kaffee und Schokolade verzichten. Vor der Untersuchung findet ein Aufklärungsgespräch entweder durch unsere Ärzte oder durch ein Kardiologen statt, zwecks eventueller Risikofaktoren. Oft lässt sich einen Herzkathederuntersuchung durch ein vorher durchgeführtes MRT vermeiden.

Weitere Informationen